Zuchtfortschritt und Erfolge bei Shropshireschafen.

Bundesschafschau 07./08.05.2011 in Leipzig

Anlässlich der Agrarmesse fand die Bundesschafschau der Wirtschaftsrassen (Fleischschafe) statt. Zur Bewertung wurden die Besten (etwa) 400 Schafe aus ganz Deutschland vorgestellt.
Shropshireschafe wurden aus 9 verschiedenen Zuchtsstätten von drei engagierten Züchtern in den Bewertungsring geführt. Gerichtet wurde in 5 Klassen: Altböcke, Jährlingsböcke, ältere Mutterschafe, zweijährige Mutterschafe und Jährlingsschafe. Wir waren in allen 5 Klassen mit Zuchttieren angetreten und haben alle 1a Preise bekommen. Aus den jeweiligen 1a Tieren wurden die Bundessieger ermittelt. So stammt der Bundessiegerbock aus unserer Zucht, der Reservesiegerbock (Züchter: Schwalen, Leidenborn) wurde von uns vorgestellt. Das Bundessiegerschaf und das Bundesreservesiegerschaf steht in unserer Zucht. Züchtersammlungen (drei Tiere aus einem Betrieb) wurden insgesamt 4 vorgestellt. Zwei Sammlungen stellten wir, eine davon als Vererbersammlung (eine Geschwisterkollektion aus der Anpaarung von Uni X WF001867) Die Vererbersammlung wurde Bundessieger in der Klasse: Züchtersammlung. Mit der zweiten Sammlung erreichten wir den 1c Preis.

 


Im Zuchtjahr 2012 hat die Eigenleistungsprüfung Feld folgendes Ergebnis gebracht:
484 g Tageszunahmen - 28,4 mm Muskeldicke - 5,8 mm Fettauflage.


Im Zuchtjahr 2011 hat die Eigenleistungsprüfung Feld folgendes Ergebnis gebracht:
466 g Tageszunahmen - 27,7 mm Muskeldicke - 3,8 mm Fettauflage.


Im Zuchtjahr 2010 hat die Eigenleistungsprüfung Feld folgendes Ergebnis gebracht:
481 g Tageszunahmen - 29,2 mm Muskeldicke - 6,7 mm Fettauflage.


Im Zuchtjahr 2009 hat die Eigenleistungsprüfung Feld folgendes Ergebnis gebracht:
471 g Tageszunahmen - 31,8 mm Muskeldicke - 7,4 mm Fettauflage.


Im Zuchtjahr 2008 hat die Eigenleistungsprüfung Feld folgendes Ergebnis gebracht:
442 g Tageszunahmen - 31,9 mm Muskeldicke - 7,1 mm Fettauflage.


 

Am 14.09.2008 fand die Landesschafschau – NRW mit ca. 140 Schafen im rheinländischen Leichlingen statt. Unser Zuchtbock „Uni GB/DH3403“, der bereits seit 2003 bei uns im Zuchteinsatz ist, ging als 1a und Siegerbock hervor. Die Größe, der Rahmen, Oberlinie, Bemuskelung und Fundament ließen keinen Zweifel daran, zum besten Shropshirebock bewertet zu werden.

Die von uns zur Bewertung vorgestellten 5 Mutterschafe sind in ihrer Klasse mit 1a, 1b, 1c, 1d, 1e bewertet.

Auch beim Richten der Besitzersammlung (1 Bock, 3 Mutterschafe) wurde unsere zur Besten gekürt. So konnten wir nach der Schau zwei 1a – und zwei Sieger-Plaketten mit nach Hause nehmen.

Die Siegertiere

Die Siegertiere der Besitzersammlung von links: Uni GB/DG3403: 1a und Sieger, WF016241: 1d, WF016239: 1b, WF016240: 1c

  Der Siegerbock

Links der Siegerbock "Uni GB/DH3403".

Im Zuchtjahr 2007 hat die westfälische Schafzüchtervereinigung in meinem Betrieb bei 20 Lämmern (11 Bocklämmer und 9 Mutterlämmer) die Eigenleistungsprüfung Feld durchgeführt.

Das durchschnittliche Ergebnis:
473 g Tageszunahmen - 32,1 mm Muskeldicke - 5,43 mm Fettauflage.

Verglichen mit dem Gesamtdurchschnitt aller geprüften Lämmer der Fleischschafrassen in NRW (Schwarzkopf, Texel, Suffolk, Blaukopf und Shropshire) hat im Jahr 2007 die Rasse Shropshireschafe in allen drei Kategorien das beste Durchschnitt-Ergebnis erzielt. Selbst die Fettauflage ist bei den Shropshirelämmern geringer im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt von allen geprüften Lämmern. Das zeigt, dass gute Leistungen ohne große Mengen Kraftfutter erreicht werden.

Fazit:
- konsequente Selektion nach besten Eigenschaften zahlt sich aus
- züchten lohnt sich

Jahrelange Selektion (seit 1992) der Tiere nach besten Eigenschaften wie:

  • korrektes Fundament
  • gerade, feste Oberlinie
  • langer, tiefer Rumpf
  • kräftiger Knochenbau mit guter Bemuskelung
  • gute Innen- und Außenkeulen
  • keine gelbschweißige Wolle und keine Pigmentstörungen
  • keine Überbeißer (Gebiss)
  • ausgeprägte Mütterlichkeit mit guter Milchleistung
  • frohwüchsige Lämmer
  • kein Hornansatz
  • kein Verbiss in den Nadelholzkulturen
  • kein Schälen der Rinde, insbesondere an Obstbäumen

haben dazugeführt, dass heute nur noch hochwertige, mit positiven Eigenschaften erfüllte Tiere gezüchtet werden.

 

So stellten wir auf der

  • Bundesschafschau 1994 in Alsfeld,
  • Bundesschafschau 1997 in Berlin und
  • Bundesschafschau 2001 in Leipzig
  • Bundesschafschau 2011 in Leipzig
    Tiere aus.

Ergebnis:
In Leipzig präsentierten wir 2001 und 2011

  • den Bundessiegerbock,
  • den Bundesreservesiegerbock,
  • das Bundessiegerschaf,
  • das Bundesreservesiegerschaf und
  • die Bundessiegersammlung.

Während der

  • Landesschafschau 1998 in Paderborn und
  • Landesschafschau 2003 in Detmold
  • Landesschafschau 2008 in Leichlingen
    wurden Siegertiere aus unserer Zucht.

Zahlreiche 1a Preise der Auktionen der letzten Jahre konnten nach Hause gefahren werden.

Erfolg jahrelanger Zuchtarbeit

Ein sichtbarer Erfolg jahrelanger Zuchtarbeit.

Bundessieger der Bundesschafschau

Bundessieger auf der Bundesschafschau 2001 in Leipzig.

Diese Präsentationen der Tiere auf Bundes- und Landesschafschauen haben dazu beigetragen, dass auch viele andere Shropshirezüchter und –Liebhaber von der konsequenten Selektion nach positiven Eigenschaften profitieren.

Auch die konsequente Selektion in der Scrapieresistenz sorgt dafür, dass nur noch G1 und G2 Tiere im Angebot sind. Jedes Jahr werden min. 2 Böcke verschiedener Blutlinien eingesetzt. Blutsverwandtschaften (Inzucht) werden dadurch ausgeschlossen.

Bedingt durch die stetige Blutauffrischung und der Dokumentation der verkauften Tiere, ist es möglich, dass Züchter, die Tiere aus meinem Bestand im Einsatz haben, laufend mit nicht blutsverwandten Böcken und Muttertieren bedient werden können.